Persea indica
Azorenflora

Indische Persea

Persea indica, Syn.: Laurus indica, Phoebe indica

„Vinhático“

Lorbeergewächse (Lauraceae)

 

Endemisch auf den Kanaren und Madeira; auf allen Azoreninseln verbreitet, hier aber wahrscheinlich schon vor über 300 Jahren zur Holznutzung eingeführt und inzwischen eingebürgert.

 

Hoher immergrüner Baum (bis 20 m) mit großen wechselständigen Blättern. Die Blätter sind länglich-lanzettlich geformt und haben einen glatten Rand; sie sind von hellerem Grün als andere Lorbeergewächse. Charakteristisch ist die intensiv orange-rote Färbung der welkenden Blätter kurz vor dem Abfallen, was zu jeder Jahreszeit zu beobachten ist; daran ist der Baum auch im dichten Pflanzenbewuchs gut zu erkennen. Das rotbraune Holz wurde früher sehr geschätzt und wird auch als „Kanarisches Mahagonie“ bezeichnet. Die olivenförmigen, 2 cm großen Beeren sind zunächst grün, werden aber in reifem Zustand blauschwarz. Die Blätter sind zwar für das Vieh giftig, werden aber von Ratten gern gefressen.

 

Die Persea gedeiht in feuchten und schattigen Lagen zwischen 200-500 m und kommt verstreut in Gagelbaum-Klebsame-Wäldern und Lorbeerwäldern vor; vereinzelt sind auch größere Bestände anzutreffen. Reine, dichte Bestände sind ökologisch nicht unproblematisch, da andere Pflanzenarten durch das dichte, schattige Kronendach und das viele Laub am Boden unterdrückt werden. Alte Bestände sind auf den Azoren wie auch auf Madeira äußerst selten geworden.

 

Zur selben Gattung gehört auch die Avocado (Persea americana), die in den Bergwäldern Mittelamerikas heimisch ist. Wenn man eine reife Beere der Persea öffnet und am Fruchtfleisch riecht, ist die Avocado-Verwandtschaft am Geruch unverkennbar!

http://www.biologie.uni-ulm.de/systax/dendrologie/Perseaindfr.htm