Myrsine africana
Azorenflora

Afrikanische Myrsine

Myrsine africana

„Tamujo“

Myrsinengewächse (Myrsinaceae)

 

Auf allen Azoreninseln, Madeira, Kanaren. Zentral- und Südafrika, Afghanistan bis Nepal.

 

Bis 3 m hoher, vielverzweigter, immergrüner Kleinstrauch; zweihäusig. Kleine, wechselständig angeordnete, verkehrt-eiförmige Blätter (8 x 10 mm) mit feingesägtem Blattrand. Blassbraune Blüten in achselständigen Trauben (jeweils 3-8 Blüten). Blütezeit April bis Mai. Violettfarbene, fleischige, kugelförmige Steinfrucht (bis 5 mm) mit jeweils einem Samenkorn.

 

Zusammen mit zwei auf den Kanaren bzw. Madeira endemischen Arten die einzigen Vertreter der Myrsinengewächse in Europa, allerdings nur auf den Makaronesischen Inseln und nicht auf dem europäischen Festland.

 

Standort: verbreitet auf 300-900 m Höhe. Am besten entwickelt sich die Myrsine im geschützten Lorbeer-Wacholder-Wald, aber sie toleriert Trockenheit und gedeiht auch in offenen Wiesenlandschaften, ja sogar auf jungen Lavaströmen.