Azorenflora
Cryptomeria japonica

Sicheltanne

Cryptomeria japonica

„Critoméria”

Sumpfzypressengewächse (Taxodiaceae)

 

Heimat Zentral- und Südjapan sowie China. Auf allen Azoreninseln.

 

Schöner, rasch wüchsiger Nadelbaum, bis 50 m hoch, mit pyramidenförmiger Krone. Rinde charakteristisch rötlich-braun mit abfasernden Streifen. Standort: 300-900 m Meereshöhe, bevorzugt feuchte Böden. Aufforstungsgebiete auf der Höhenstufe des Lorbeer-Wacholder-Waldes, aber auch in Schluchten und entlang von Bachläufen.

 

1860 wurde die Sicheltanne zur Aufforstung auf den Azoren eingeführt. Auf mehreren Inseln (z.B. S. Miguel) gibt es inzwischen große Waldgebiete aus Sicheltannen. Von diesem kommerziell wichtigsten Baum werden durchschnittlich 250.000 Exemplare pro Jahr gefällt und mehr als doppelt so viele wieder aufgeforstet. Das Landschaftsbild wird daher stellenweise von den Sicheltannen geprägt. Ökologische Problematik: der dicke Nadelteppich unterdrückt andere Pflanzen nachhaltig. Bei alten Beständen wird außerdem der Waldboden stark beschattet. Rodungsgebiete werden meist durch die Girlandenblume aufgesiedelt.

 

http://www.botanik.uni-bonn.de/conifers/cu/cr/

http://www.bonsaiinformation.co.uk/crypto.htm

 

Foto: Dichter Sicheltannenwald auf S. Miguel; am Wegesrand gedeihen Farne und Hortensien